Update zu Lis Erkrankung

Wie geht es eigentlich Lis? Eine gute Frage. Ich würde sagen: „Wie ausgewechselt.“ Und damit übertreibe ich nicht. Wüsste ich es nicht besser, würde ich vermuten, jemand hat Lis heimlich ausgetauscht. Gegen eine fittere, verjüngte Version. Und damit übertreibe ich wirklich nicht, ich habe bewusst während der Erkrankung Videos gemacht, die man toll mit aktuellen Videos vergleichen kann.

Was ist passiert? Lis wurde krank, als ich aus meinem Urlaub zurück kam. Sie wankte, kippte um, war lethargisch und insgesamt nicht in guter Verfassung. Mein lieber Tierarzt diagnostizierte Vestibularsyndrom und behandelte umgehend dagegen (Den ursprünglichen Bericht findet ihr hier.). Doch leider trat keine Besserung ein. Wir machten ein großes Blutbild mit erschreckendem Ergebnis: Leberwerte nicht in Ordnung, Galle und Bauchspeicheldrüse auch auffällig. Ich ging mit einem Sack voller Medikamente nach Hause. Und startete gleich am Wochenende Lis Abschiedstour.

Lis noch nicht ganz wiederhergestellt
Alternative Heilmethoden

In dieser Zeit hatte ich natürlich Kontakt zu unserer tollen Tierheilpraktikerin, Carolin Hempel. Carolin hatte schon in einem persönlichen Gespräch einer erste Anamnese gemacht, die fast 1,5 Stunden dauerte. Was hat sich wann und wie verändert? Welche Auffälligkeiten gibt es in ihrem sonstigen Verhalten? Carolin schaute sich alle Videos an, Lis musste aufstehen und Hin und Her laufen und ich beantwortete alle Fragen nach bestem Wissen. Carolin kennt Lis schon länger und so fiel es ihr leicht, die offensichtlichen Veränderungen direkt zu erkennen.

Da anhand der Symptome aber auch ihre Diagnose nicht ganz eindeutig war, entschieden wir uns für eine Haaranalyse.

Haaranalyse und alternative Behandlung

Das Ergebnis der Analyse war mehrere Seiten lang, verstanden habe ich davon wenig. Doch dazu vertraut man ja seinen Ratgebern. Carolin hat mir erklärt, dass es Anzeichen dafür gibt, dass die Durchblutung schlecht ist, das Immunsystem angegriffen und Lis wirklich eine große Baustelle. Ihre Vermutung ging eher in Richtung echter Schlaganfall als Vestibularsyndrom. Sie stellt kurzfristig Globuli für Lis zusammen, drei verschiedene „Mischungen“. Auch hier verstehe ich von den Inhaltsstoffe wenig, vertraue dafür aber. Haltet mich nicht für naiv, aber ich verstehe auch den Beipackzettel eines Antibiotikums nicht und vertraue da voll auf unseren Tierarzt.

Apropos Antibiotikum… die Gabe des verordneten Medikaments ging just an dem Tag zu Ende, als Carolin alles für Lis fertig gestellt hatte. Ich informierte Frank, unseren Tierarzt, dass ich mich gegen eine konservative weitere Behandlung entschieden hatte und erst einmal den homöopathischen Weg ausprobieren würde. Er stimmt zu, da er zum einen nicht abgeneigt ist, andere Wege zu gehen, zum anderen meinen Dickkopf kennt. Und so lange ich den Hunden damit nicht schade, darf mein Dickkopf sich durchsetzen.

Erst wurde es schlechter…

Zu Anfang der homöopathischen Behandlung dachte ich, dass ich durchdrehen muss. Lis veränderte sich rapide. Sie wandelte nachts noch unruhiger umher, war total kratzbürstig, übergab sich ein paar Mal und setze Kot ab, als hätte sie nur noch eine Lebensaufgabe. Ernsthaft. Statt dreimal täglich gelangten wir zu sechs- oder siebenmal täglich. Ich hatte noch nie einen so hohen Verbrauch an Beuteln. In dieser Phase nervte ich Carolin mehrmals täglich mit Berichten, Videos, Fotos, Anrufen. Sie beruhigte mich und verlangte mir Geduld ab. Ausgerechnet mir. Nach fünf Tagen war der Horror vorbei. Zum Glück! Lis schlief durch, hatte wieder normale Laune und ihre Verdauung normalisierte sich auch wieder. Und von da an ging es stetig bergauf. Lis lief besser, konnte wieder normal nach Leckerchen greifen und langte nicht mehr daneben. Während der schlimmen Phase biss sie häufig in die Luft, als wäre Ihre Wahrnehmung versetzt zu meiner Hand, die das Leckerchen hält.

Lis wieder fit in der Sonne

Stand heute und ein Geheimnis

Letzte Woche besuchte Carolin uns. Zum einen, weil Sie Lis sehen wollte, zum anderen, weil ich zum Dank für sie kochen wollte. Denn Lis ist wie ausgewechselt. Sie läuft schneller und besser als je zuvor, hat kaum noch Anzeichen einer Kopf-Schiefhaltung, beide Augen sind wieder gleich groß (das rechte war während der Erkrankung kleiner), sie schläft durch, ist entspannt und hat sogar ab und an gute Laune. Carolin wusste, dass ihre Behandlung helfen konnte, aber von diesem Ergebnis war sie selber begeistert. Und ich hatte noch eine Überraschung für sie parat: Denn ich hatte nich nur planmäßig und wie besprochen das Antibiotikum abgesetzt, sondern auf einen Schlag alle anderen Medikamente auch. Keine Schmerzmittel mehr, keine Medis mehr für die Nieren, kein Karsivan mehr. Nur noch die Mittel von Carolin.

Klar, ein Zweifler in mir sagt: Wenn es das Vestibularsyndrom war, ist es ausgeheilt, ob mit oder ohne alternative Behandlung. Was auch stimmen mag. Aber dann wäre die Schiefhaltung wahrscheinlich nicht ganz zurück gegangen. Und die Schmerzmittel hat Lis ja schon viel länger wegen ihrer Arthrose bekommen. Und heute läuft sie besser, als vor einem Jahr! Also hat die ganzheitliche Behandlung anscheinend hier etwas bewirkt. Nächsten Monat werden wir bei unserem Tierarzt nochmals ein Blutbild machen lassen und schauen, was die Werte sagen. Wenn ich mir Lis aber ansehe, dann ahne ich: Sie werden besser sein. Denn es geht ihr viel besser! Sie nimmt wieder aktiv am Leben teil und das ohne Schmerzen, ohne Beeinträchtigung. Dafür bin ich dankbar, vor Allem Carolin, die uns in dieser harten Zeit wirklich liebevoll betreut hat! Und auch meinem Tierarzt Dr. Frank Schauten, der in der Erstbehandlung für uns da war und uns auch nicht böse ist, wenn wir mal andere Wege gehen.

Überzeugt Euch selbst

Taumeln – so taumelte Lis am 24.08. durch die Welt.

 

Und so schief hielt sie den Kopf. Ihr rechtes Auge ist auch beeinträchtigt, sie kneift es irgendwie zu. Und zwar dauerhaft. Seit dem 21.08. bekam sie Infusionen, Antibiotika und Cortison.

 

Der Stand heute nach der Behandlung durch Carolin. Lis nimmt keinerlei Schmerzmittel mehr, diese hat sie seit Anfang des Jahres täglich bekommen. Auch alle anderen konventionellen Medikamente haben wir seit September abgesetzt. Für mich ist das nicht zu glauben. So schnell und konstant ist sie schon gefühlte Ewigkeiten nicht mehr gelaufen. Und auch die wieder erhobene Rute macht mich glücklich, die war nämlich in den letzten Wochen der Erkrankung oft eingeklemmt.

Wir freuen uns über sicheres Teilen mit shariff:
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14 Kommentare

  1. Super! Ich freue mich sehr für euch! 🙂

  2. Wow, so habe ich Lis noch nicht gesehen! Also das Gangbild ist um Längen besser, als mein Erstkontakt mit ihr Anfang April. Von Anfang September wollen wir gar nicht reden.
    Ich freue mich so unglaublich für Lis und auch für DichM <3

  3. Liebe Sandra,

    Ich freue mich sehr für Lis und für dich! Was auch immer letzen Endes geholfen hat, es ist großartig zu sehen, wie gut es der kleinen Maus wieder geht! Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt, dass die kommende Zeit unbeschwert und fröhlich für euch wird 💕. LG Anja

  4. Ich kann mir gut vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn es einem älteren Hund plötzlich wieder gut geht 😊 Das ist ja wirklich ein Wunder. Ganz toll!

  5. Das ist ja so schön.Sie ist wie ausgewechselt.Ich freue mich so für euch…

  6. Du bzw ihr habt diese schwierige Zeit sehr gut gemeistert. Ich konnte hautnah erfahren mit welcher unauffälligen Hingabe Du Liz wieder aufgepäppelt hast. Du bist der Schamane & ich FT-F.

  7. Wow, das klingt super und vor allem sieht es super aus!
    Ich freu mich so für euch, dass es Lis besser geht. Ich hoffe das hält auch noch ganz lange so an!

    Liebste Grüße

  8. Wow, ich freue mich für euch. Wunderschön wenn man auch so gute Nachrichten hört. Von Abschieden wollen wir gar nicht mehr hören (viel zu viele in diesem Jahr).
    Super wenn man so eine tolle Tierheilpraktikerin hat. 🙂
    weiterhin eine schöne Zeit mit eurer munteren Lis
    liebe Grüße
    Sandra und Aaron

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