Blogparade – wir sind zu doof dazu

Blogparade – wir sind zu doof dazu

Moe & Me rufen zu einer Blogparade auf! Da will ich natürlich mitmachen. Nervös klicke ich den Link an. Lese. Und dann die große Enttäuschung: Das Thema lautet Flieg, Leckerchen, Flieg!.

Okay, es ist jetzt nicht so, als könnte ich kein Leckerchen werfen. Daran scheitert es nicht. Und zur Not kenne ich auch noch Männer, die zielgerichtet Leckerchen werfen können. ABER: Charlie und Lis können nicht fangen. Überhaupt nicht. 

Lis lebt schon eine gefühlte Ewigkeit (seit 2005), Charlie seit Ende 2014 bei mir. Und ich kann Euch sagen, ich habe es mit Beiden bestimmt 1.000 Mal und öfter versucht. Ihnen Leckerchen, Käse, Spielzeug, Fleischwürfel und alles Mögliche zugeworfen und wurde bitter enttäuscht.

Lis schaut mich an. Ich wiege das Wurf-Objekt vor und zurück. Sie folgt der Hand. Das Wurf-Objekt verlässt die Hand. Segelt langsam auf Lis Schnauze zu. Sie schaut es an. Bekommt es voll ins Gesicht, guckt empört und hebt es vom Boden auf. Sie hat schon Tennisbälle ins Gesicht bekommen und ganze Parties unterhalten, weil es unsere Freunde nicht glauben können, dass dieser Hund sich weigert, etwas aus der Luft zu schnappen. Erwachsene Männer haben stundenlang vor ihr gestanden und sie mit den tollsten Leckerchen beworfen. Ungläubig, verzweifelt. Ohne Erfolg.

Als Charlie zu uns kam, konnte er noch gut sehen. Heute sieht er bei Licht noch zumindest Schemen, das habe ich mit dem Wattebausch-Test regelmäßig überprüft. (Wie auch hier beschrieben.) Selbst heute folgt sein Blick bei sehr guter Beleuchtung noch dem Wattebausch.

Wir halten also fest, bei Licht ist ihm klar, dass sich etwas auf ihn zubewegt. Was man auch sehr schön daran erkennen kann, dass er gerne den „Torwart“ spielt. Werfe ich ihm etwas zu, bewegt er den Oberkörper hin und her, versucht das Objekt zu fixieren, konzentriert sich – und duckt sich weg. Er ist nicht ganz so stoisch wie Lis und lässt sich ungerne Dinge an den Kopf werfen, aber fangen kann er eben auch nicht. All seine Bemühungen enden darin, dass er zielsicher die Schnauze daran vorbei bewegt. Sein Blick drückt totales Entsetzen aus: „Wie kann es sein, dass ich das Ding nicht gefangen habe?“ und an manchen Tagen, wenn ich zu kleine Leckerchen benutze, deren Schemen er nicht sieht, habe ich auch bei ihm das zweifelhafte Erfolgserlebnis, seinen Kopf zu treffen. Mitten auf die Nase.

Während Charlie noch völlig perplex ist, gerate ich in Hektik. Nun ist Schnelligkeit angesagt, denn Lis weiß, dass Charlie ebenso ein schlechter Fänger ist wie sie und spurtet los, um das auf den Boden gefallene Leckerchen zu erhaschen. Sie muss also gebremst werden. Taube Hunde bremst man nur körperlich, also muss meine Hand schneller am Boden sein, als ihre gierige Schnute. Zum Glück spielt die Zeit für mich, Lis Reflexe sind altersgemäß und sie hat nicht mehr die Geschwindigkeit eines Krokodils, sondern eher eines Faultieres. Eines jungen Faultieres immerhin. Ich grabsche also nach dem Goodie und sichere es, während Lis mich mißmutig anschaut.

An guten Tagen schläft Lis, wenn ich versuche, mit Charlie Fangen zu üben. So auch heute. Angeregt von Moe & Me habe ich das nämlich nochmal versucht. Und, weil ich mich außerstande sehe, zu werfen und die Kamera zu halten, habe ich meinen Bruder gebeten, ein Video zu machen. Das Ergebnis präsentiere ich Euch natürlich gerne und wer genau hinschaut, kann bewundern, wie mein zweiter Wurf zielsicher trifft.

Moe & Me, wir haben es wirklich versucht. Ernsthaft. Aber wir können das nicht. Wir sind zu doof dazu. Meine beiden sind Fang-Legastheniker und ich bin außerstande, es ihnen beizubringen. Und trotzdem haben wir Euer Thema aufgegriffen. Nicht ganz getroffen und nur „knapp“ verfehlt. Da Ihr Euch aber ausdrücklich wünscht, mit den Beiträgen zum Lachen gebracht zu werden, haben wir vielleicht ein Teil-Ziel erreicht.

Danke für die tolle Anregung zu diesem Beitrag!

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