Kong und Co.

Kong und Co.

Charlie ist der Spielzeugkönig in unserem Haushalt. Frosch, Schaf, Seil, Ball, Knotenseil, Gumminknochen, noch ein Seil – er hat diverse Spielzeuge, die ihm auch ständig zur Verfügung stehen. Er kann damit gut umgehen, also sehe ich keinen Grund, ihm den Zugang zum Spielzeug zu beschränken. Anders ist es mit besonderen Spielen, die wir gemeinsam spielen bzw. die eine Vorbereitung erfordern. 

Zu unseren besonderen Spielsachen gehören u.a. ein Schnüffelteppich, ein Futterbeutel und ein Kong. Den Schnüffelteppich lieben beide Hunde, es bereitet ihnen Spaß, zwischen den Knoten nach Leckerchen zu suchen und sie sind jedes Mal sehr aufgeregt, wenn ich den Schnüffelteppich aus dem Schrank hole. Einer von beiden muss dann sitzen und abwarten, während der andere sucht. Charlie kann dies sehr gelassen, er schaut Lis zu und scheint genau zu wissen, dass seine Chance gleich kommt. Lis hingegen sitzt daneben, zappelt mit dem Kopf und es geht ihr einfach nicht schnell genug. Als wolle sie sagen „Nun beeile Dich doch, ich will auch suchen!“.

Den Futterbeutel findet Charlie nicht so spannend. Apportieren ist nicht wirklich sein Ding, er tut es eher widerwillig und nur mir zuliebe. Damit kann ich allerdings gut leben, so besteht zumindest nicht die Gefahr, dass er ein Balljunkie wird.

Die Beschäftigung, die ihn komplett ausflippen lässt vor Freude ist definitiv der Kong. Sobald ich die Kongs in die Hand nehme und befülle, ist Charlie nicht mehr zu halten. Er steht vor der (offenen) Küchentüre, tänzelt auf und ab und wedelt mit dem gesamten Körper! Bin ich dann endlich fertig, sprintet er los auf sein Kissen und wartet auf den Kong. Beim letzten Mal habe ich ihn in diesem Ritual aufs Gemeinste irritiert: Ich habe den Kong nicht auf den Liegeplätzen gegeben, sondern draußen im Hof. Das Wetter war toll, ich saß draußen und hielt es für eine gute Idee. Lis hat diese Entscheidung sofort verstanden und flitzte mit mir nach Draußen. Charlie hingegen saß im Zimmer auf seiner Decke und war in seinen Grundfesten erschüttert. „Da geht die einfach mit dem Kong weg!“ oder so ähnlich mag sein Gedanke gewesen sein. Ich musste ihn dann zweimal rufen, bis er verstanden hat, dass der Kong ausnahmsweise nicht zur Decke kommt, sondern er zum Kong kommen muss.

Ich gab den Beiden die Kongs und umgehend wollte Charlie wieder ins Haus laufen, um den Kong auf seinem Kissen zu genießen. Erst als ich ihm das verboten habe, hat er sich neben Lis in den Hof gelegt und sich mit dem Kong beschäftigt.

Die Vorgehensweise der Beiden ist sehr unterschiedlich. Lis ist hektisch und darauf bedacht, den Kong schnellstmöglich zu leeren. Da ich mir angewöhnt habe, den Kong mit Stücken einer Scheibe Käse zu verschließen, ist das nicht ganz trivial. Zuerst versucht Lis es mit der Zunge, drückt dadurch den Käse aber nur fester. Schließlich wirft sie den Kong mit der Schnauze in die Luft und lässt ihn fallen, in der Hoffnung, dass die Leckerchen den Käse beim Aufprall durchbrechen. Und wenn nichts mehr hilft, bearbeitet sie die Öffnung mit dem Eckzahn. Meist ist sie erfolgreich und schnell mit dem Kong fertig.

Charlie ist der Genießer. Er lutscht am Kong herum, dreht und wendet ihn mit und zwischen den Pfoten, lässt sich Zeit und hat keine Eile, die verschließende Käseschicht zu entfernen. Hat er den Käse dann endlich aufgegessen, dreht er den Kong ganz langsam hin und her, damit die Leckerchen nur einzeln herausfallen und nicht von ihm wegrollen. Jedes Leckerchen wird dann einzeln aufgenommen und in aller Ruhe gekaut. Es bereitet mir eine große Freude, ihn dabei zu beobachten!

Diese Beschäftigungsspiele sind bei uns nicht an der Tagesordnung, sondern finden ein- bis zweimal im Monat statt. Ich vermute, dass es aus diesem Grund für Beide etwas besonderes ist. Im Winter ntuzen wir zusätzlich noch Geschicklichkeitsspiele aus Holz, in denen Leckerchen versteckt werden können. Damit versuche ich einen Ausgleich für etwas kürzere Abendrunden zu schaffen, da wir bei Dunkelheit nicht mehr die ganz große Runde drehen. Diese Spiele kommen dann auch mehrmals in der Woche zum Einsatz.

Habt Ihr Spiele oder Beschäftigungen, auf die Eure Hunde total abfahren?

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