Ein bärenstarker Ausflug

Am Wochenende haben wir uns einen tollen Ausflug gegönnt: Wir waren im Bärenwald Müritz. Der BÄRENWALD Müritz ist ein Projekt von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz. Die hier lebenden Bären wurden alle aus nicht artgerechter Haltung übernommen und leben im Park in einem tollen naturbelassenen Wald. Und für uns das Beste: Hunde sind (angeleint) sehr willkommen!

Schon der Empfang im Bärenwald ist herzlich und warm. Bereits vor der Türe stehen “Pfotentränken” mit frischem Wasser für Hunde zur Verfügung. Und diese Pfotentränken findet man über den ganzen Park verteilt! Alle in einem sehr sauberen Zustand, obwohl sie im Wald stehen, und mit frischem Wasser gefüllt. Sehr aufmerksam! Der Schwerpunkt des Parks liegt meinem Empfinden nach darin, der ganzen Familie ein Tierschutz-Erlebnis zu bieten. Und obwohl die Bären natürlich eine Attraktion sind, so werden sie doch nicht zur Schau gestellt.

Die Gehege bieten den Bären viele Rückzugsmöglichkeiten, sie sind teilweise dicht bewaldet, es stehen Hütten, Mulden, Gewässer und Intelligenzspielzeuge zur Verfügung. Besonders begeistert hat mich ein Brett, in das Möhren gesteckt wurden, hier muss der Bär das Brett, das an einem Seil hängt, mit den Pfoten fixieren und die Möhre mit der Schnauze herausziehen.  An vielen Stellen liegen Baumstämme in den Gehegen, die Kratzspuren lassen darauf schließen, dass die Bären diese zur Krallenpflege benutzen.

 

Liebevoll und lehrreich 

An allen Gehegen sind Schilder montiert, die die Bären sehr liebevoll beschreiben. Charaktereigenschaften, Herkunft und kulinarische Vorlieben werden erwähnt. Leider haben wir nicht alle Bären, die vorgestellt wurden, auch sehen können. Was wahrscheinlich ein gutes Zeichen ist, da die Bären sich zurück ziehen können. Einen sahen wir weit entfernt im Wald, er schubbelte sich genüsslich an einem Baum. Ein anderer wanderte durchs Gehege und sammelte Nüsse und Obst ein. Der nächste schlief. Es war schön, Bären zu sehen, aber der ganze Park ist ein Erlebnis. Man kann originalgetreue Käfige sehen, in denen Zirkusbären oder Stadt-Bären zur Schau gestellt wurden. Beklemmend, wenn man als Mensch schon wenig Platz hat. Es gibt Video-Installationen, die über die Befreiung von Bären berichten. Bären zeigen, die im Bärenwald das erste Mal Gras unter den Füßen spüren. Und es gibt sogar eine Berichterstattung über den Aberglauben an “Bärengalle” und wie qualvoll diese lebenden Bären entnommen wird. Alle Themen sind gut aufbereitet und kindgerecht, die beiden Jungs, die unseren Ausflug begleitet haben, waren jedenfalls begeistert.

Und obwohl der Hintergrund des Parks und die Herkunft der Bären traurig sind, hat man irgendwie ein gutes Gefühl. Hier sieht man gerettete Tiere, erlebt gelebten Tierschutz und wandert durch einen tollen Park mitten in der Wildnis.

Hundeartige

Gespannt war ich, wie Charlie und Lis auf die Bären reagieren würden. Bären zählen innerhalb der Raubtiere zur Unterordnung der Hundeartigen, zu dieser Überfamilie zählen auch Hunde. Es besteht also eine Verwandtschaft. Lis ist diese Verbindung herzlich egal gewesen, kam uns ein Bär am Zaun zu nahe, zeigte sie sich gewohnt furchtlos und knurrte frech zum Bären hinüber. Charlie hingegen war total entspannt. Er gab nichts auf Lis Meinung und wanderte frohen Mutes mit uns durch den Park. Anfangs schnüffelte er sehr aufgeregt, doch nachdem er eine kräftige Nase all dieser neuen Gerüche aufgesogen hatte, galt sein größtes Interesse den Pfotentränken. Ich vermute, er hat alle gefunden, die im Park aufgestellt sind.

Wir verbrachten ungefähr zwei Stunden im Park, wäre uns das Wetter besser gewogen gewesen, wären wir auch noch länger geblieben. Vielleicht wiederholen wir diesen Ausflug noch einmal im Sommer. Solltet ihr einmal dort in der Nähe sein, so können wir einen Abstecher in den Park wirklich empfehlen!

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1 Kommentar

  1. Oh das klingt gut und ist eigentlich gar nicht so weit weg…..

    Liebe Grüße

    Anika

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