Alles ist anders (Werbung)

Alles ist anders (Werbung)

Der Plan sah vor, einen Beitrag mit dem Titel „Besucher: „Bei mir darf er das!““ zu veröffentlichen. Und dann kam uns eine Pandemie samt Kontaktverbot dazwischen.
In den letzten vier Wochen haben sich unser aller Leben teilweise signifikant verändert, nichts ist mehr wie gewohnt und wir müssen vor allem auf soziale Kontakte verzichten.
Was macht das mit Charlie und mir?

Sozialleben

Charlie und ich haben ein reges Sozialleben – normalerweise.
Spaziergänge und Wanderungen mit Freunden und deren Hunden.
Gemeinsame Essen bei uns, bei Freunden oder im Restaurant. Einen Besuch im Café mit Kontakt zu Mensch und Tier.
An bestimmt vier von sieben Tagen haben wir etwas vor und unternehmen gemeinsam etwas.
Charlie wird bei diesen Unternehmungen häufig gekrault, bespaßt und bespielt.
Besuche bei meinen Eltern, Familientreffen und Feiern.

Charlie ist immer dabei und hat somit ein sehr abwechslungsreiches Leben. Das er meiner Meinung nach auch genießt, er ist gerne mittendrin und dabei.


Besuch bei uns zuhause

Charlie liebt Besuch. Es gibt Freunde, bei denen er regelrecht vor Freude eskaliert. Da wird gehüpft, gefiept und vor Freude gebellt, wenn sie die Wohnung betreten. Und dieses Verhalten erlaube ich ihm sogar bzw. meine Freunde tun es.
Ich wurde sogar schon ausgeschimpft, als ich Charlie im Flur „sitz“ machen ließ und diese ausgeprägte Form der Begrüßung somit unterband.
Dieses Verhalten beherrscht er nämlich auch. Wenn es klingelt, muss er sich hinsetzen und warten. Ich öffne die Türe und begrüße, erst dann darf er auch.
Besuch, den er nicht gut kennt, begrüßt er entspannt und unspektakulär, aber liebgewonnene Menschen werden einfach besonders bedacht.

Eine Pandemie verändert alles

Jeder merkt, wie sehr Covid-19 unseren persönlichen Alltag verändert. Einige machen Homeoffice, andere arbeiten im Unternehmen weiter. Privat hingegen haben wir alle etwas gemeinsam: Keine Kontakte mehr außerhalb des Haushalts oder des Partners. Mindestens 1,5 Meter Abstand und keinen Körperkontakt mehr.

Das hat auch Auswirkungen auf Charlie: Besucher bleiben aus, Freunde werden nicht mehr getroffen und keine gemeinsamen Wanderungen mehr mit befreundeten Hundehaltern.
Charlie wird deutlich weniger gestreichelt von Dritten, hat weniger Kontakt zu anderen Hunden und wird sind deutlich weniger zusammen unterwegs. Wir pendeln zwischen dem Büro und der Wohnung und ab und an gehen wir mit einer einzigen Freundin auf 2 Meter Abstand gemeinsam spazieren.

Veränderungen

Charlie hat seine überschwängliche Begrüßung eben dieser Freundin auf den Waldparkplatz verlegt. Sobald er ihre Witterung aufnimmt, fängt er an zu tanzen und zu fiepen. Er freut sich fast noch mehr über sie, als wenn sie bei uns zuhause erscheint.
Er lässt sich streicheln und nimmt aktiv körperlichen Kontakt auf, tut das, was mir und ihr miteinander nicht möglich ist. Als würde Charlie versuchen, die fehlende Umarmung zu kompensieren.

In manchen Momenten denke ich, dass es Charlie mit mir langweilig wird. Dass wir zu wenig unternehmen. Dass er zu wenig Freilauf hat, weil auf unseren Spazierwegen derzeit Massenandrang herrscht.
Egal, welche Strecke ich nehme, im Moment tauchen dort ständig Menschen auf. Noch mehr Fahrradfahrer, Spaziergänger, ganze Gruppen schlagen sich auf einmal in den Wald. Menschen, die sonst noch nicht mal die entsprechenden Parkplätze gefunden haben.
Ja, ich gestehe: Das schränkt mich ein und nervt mich.
Alle Welt entdeckt es nun für sich, draußen zu sein. Hält weder Abstand noch den Müll bei sich.
Spazierengehen ist für mich zum Spießrutenlauf geworden.

Am Wochenende steht er manchmal auf dem Balkon und horcht in den Garten, in dem die Nachbarn fröhlich ihre Kinder miteinander spielen lassen und gemeinsam Kaffee trinken, während wir uns an die Regeln der Kontakteinschränkung halten. Und dann habe ich den Eindruck, dass er lieber dort sein würde, wo etwas los ist.

Lichtblick

Charlies persönlicher Lichtblick ist mein neuer Partner. Vor ein paar Monaten noch wären wir ganz allein gewesen in der Isolation, so haben wir das unfassbare Glück, einen Menschen treffen zu dürfen. Und Charlie genießt es wahnsinnig!
Er freut sich wie Bolle, kuschelt und kann stundenlang auf dem Sofa Kontaktliegen.
Er klebt nahezu an ihm und scheint aufrichtig froh, neben mir noch einen Ansprechpartner zu haben.

„Bei mir darf er das!“

Und so kommt Charlie doch irgendwie in den Genuss eines „Bei mir darf er das!“. Denn beim Mann darf er natürlich etwas mehr, als bei mir. Männerkumpels eben.
Und die Freundschaft geht sogar so weit, dass er neulich nachts den Mann (und nicht mich!) weckte, als er raus musste.
Das schaue ich mir stolz, amüsiert und auch etwas neidisch an, das gestehe ich freimütig.

Und so bekommt Charlie derzeit vielleicht eine Scheibe Wurst, ein Stück Käse und vor allem etwas mehr Aufmerksamkeit. Was ihm in der besonderen Situation sehr gut bekommt.

Bleibt für uns alle, auch für Charlie zu hoffen, dass die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Laufe des Jahres abschwächen und wir versuchen können, unsere alten Gewohnheiten wieder aufzunehmen.

Passt auf Euch auf und kommt gut durch diese Zeit!

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der AGILA Haustierversicherung, ich danke für die angenehme Zusammenarbeit.

Wir freuen uns über sicheres Teilen mit shariff:

 

error: Sorry, kopieren ist nicht erlaubt. ;-)