Auszeit

Auszeit

Nachdem unsere Reise in die Normandie im Frühjahr leider ausfallen musste, haben wir uns recht spontan entschieden, Ende Juni eine Woche Urlaub zu machen. Und ich bin immer wieder begeistert, wie gut Charlie auf Reisen und mit neuen Umgebungen zurechtkommt.

Lange Autofahrten, fremde Räume und Spazierwege – es gibt kaum etwas, dass den Blindfisch nachhaltig beeindruckt.

Erste lange Fahrt im neuen Auto

Lang Zeit hatte ich – wie viele Hundehalter – einen praktischen Kombi mit viel Platz für Charlie. Und wie einige Leser mitbekommen haben, habe ich dieses vernünftige Vehikel aufgegeben und mich für ein Cabrio entschieden.

Charlie hat eine eigens angefertigte Lösung für die Rückbank, so dass er sicher und bequem mitfahren kann. So liegt er angeschnallt und vor Wind geschützt im Auto und genießt es, so nah bei mir zu sein. Nun stand unsere erste lange Fahrt an und Charlie hat sich als hervorragender Mitfahrer bewiesen. Er kuschelt sich auf der Rückbank ein und verschläft einen Großteil der Fahrt.

Staus findet er nicht so toll, da überträgt sich meine Unruhe auf ihn und er wird etwas unruhig, was sich in leichtem Hecheln und Hinsetzen statt Liegen äußert. Aber damit können wir beide gut leben. 

Zwischendurch machten wir Pausen, vertraten uns die Beine und Charlie konnte etwas trinken. Und so verging die Fahrt doch recht schnell und wir kamen an unserem Ziel an.

Hotel mit Hund

Ich verreise fast immer mit dem Auto und ebenso regelmäßig mit Hund. So ist Charlie es gewohnt, mich zu begleiten. Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Cafés – Charlie ist ein richtiger Reiseprofi.

Er reist auch mit eigener Reisetasche, die fast das gleiche Volumen besitzt wie meine. Darin sind enthalten: Näpfe, Futter, Leckerchen, Erste-Hilfe-Material, Ersatzleine und Halsband, Kühldecke, Schlafplatz für das Hotelzimmer, Decke für die Terrasse, Decke für Ausflüge und Restaurants, Spielzeug, Bürsten, Pfotenschutz, Handtücher, Bademantel, und eine Menge Kleinkram.

Und so haben wir eine Tradition nach der Ankunft: Zuerst bekommt Charlie eine kleine Runde Auslauf und dann beziehen wir unser Zimmer. Seine Sachen werden zuerst ausgepackt, seine Liegeplätze festgelegt und er bekommt etwas Futter. So kann er sich sofort „einrichten“ und hat Orientierungspunkte in den neuen Räumlichkeiten.

Neue Räume sind für Charlie nichts Aufregendes, da er beruflich auch viel mit mir unterwegs ist, ist er es gewohnt. Tagsüber hat er auch keinerlei Anpassungsschwierigkeiten, er erkundet mutig und entspannt.

Kritisch ist hingegen die erste Nacht. Manchmal kommt Charlie aufgrund von Umgebungsgeräuschen, Luftzug oder einem nicht optimalen Liegeplatz schlecht zur Ruhe. Das stresst ihn und dann hechelt und sabbert er. Meistens kann ich ihm recht schnell helfen und verändere die Position seines Schlafplatzes, manchmal sind meine Maßnahmen aber nicht wirkungsvoll und wir finden in der ersten Nacht keine gute Ruhe.

Dann müssen wir beide mit etwas weniger Schlaf leben und an die Gewöhnung in der zweiten Nacht glauben, die ist in allen Fällen besser als die erste Nacht.

In dieser Woche hatten wir allerdings Glück: Charlie fühlte sich sofort wohl und alles passt.

(Dafür stolperte ich nachts über einen Hocker im Zimmer und zehre immer noch von dem blauen Fleck. Obwohl ich sehen kann.)

Gemeinsam erholen und entspannen

Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und es war die ganze Woche warm und sonnig. So verlegten wir unsere Spaziergänge auf morgens und abends, mittags gab es nur eine ganz kleine Runde. Dafür lagen wir viel im Schatten herum und gingen schwimmen.

Charlie findet großen Gefallen an Gewässern aller Art und plantscht und schwimmt sehr gerne. Nur Wellen, die mag er nicht. Das für ihn unkontrollierbare Schwappen des Wassers verbunden mit recht lauten Geräuschen, das liegt ihm nicht. Er bleibt dann sehr vorsichtig am Ufer und versucht, den Wellen auszuweichen. Zu unserem Glück war der See nur morgens wellig und den Rest des Tages ruhig, so dass Charlie immer mal wieder Abkühlung im Wasser fand.

So verbrachten wir unsere Tage pendelnd zwischen See, Liege im Garten und Terrasse. Charlie war die meiste Zeit ohne Leine unterwegs, er ist es gewohnt, seine Umgebung eigenständig zu erkunden und verlässt sich auf meine Führung.

Ich sage ihm Hindernisse und Gefahren an und er hat die Möglichkeit, alles in seinem Tempo zu machen.

Einen Abend machten wir einen Ausflug in eine nahegelegene Stadt und erkundeten die Altstadt. Charlie wird dann natürlich an der Leine geführt und beweist immer wieder aufs Neue, wie unerschütterlich er ist. Fremde Hunde, die ihn ankläffen, Motorroller, aufdringliche Tauben – das lässt ihn weitestgehend kalt und er ignoriert nahezu jede Störung.

Ich bin unendlich stolz auf meinen Blindfisch, wie gut er mit neuen Situationen umgeht und wie flexibel er ist. Seine Devise scheint zu sein „Hauptsache dabei und Spaß haben!“, so wirkt er jedenfalls auf mich und Dritte.

So hatten wir eine wundervolle Urlaubswoche und ich freue mich jetzt schon auf unser nächstes Abenteuer.

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