Futter, Futter, Futter (Werbung)

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Charlie ist sehr wählerisch, was sein Futter angeht und unsere Entwicklung ist dahingehend ein leidiges Auf und Ab. Dieser Umstand hat natürlich auch Auswirkungen auf sein Körpergewicht, er ist sehr schlank und in einer Phase, in der er nicht viel frisst, nimmt er noch zusätzlich ab. Und dann suche ich wieder händeringend nach einem Mittel, um diesem Umstand gegen zu wirken. 

Disclaimer: Ich bin kein Futterexperte. Kein Ernährungsberater. Kein Tierarzt. Dieser Artikel spiegelt ausschließlich meine Persönliche Erfahrung und Meinung wieder. 

Mäkler, Allesfresser – entscheide Dich doch mal! 

Anfangs war Charlie ein total schlechter Fresser. Nicht mal Lis konnte seinen Futterneid wecken und er überließ ihr freudestrahlend ungeliebtes Fressen. Darüber habe ich auch einen entsprechenden Beitrag geschrieben und stelle mit Erschrecken fest, dass dieser aus 2016 ist und heute eigentlich aktueller denn je. 

Gab es mal eine Phase, in der Charlie sogar rohes Gemüse gefressen hat, so sind wir heute wieder bei „Ich esse meine Suppe nicht!“. 

Mixe ich ihm püriertes Gemüse unter sein Fleisch, werden die Fleischbrocken mit der Spitze der Schnauze herausgefischt und das Gemüse verschmäht. Roh, gekocht, in Stücken, getarnt mit Soße – er erkennt es und sortiert aus. Gleiches gilt für Obst. Wenn es nach Charlie ginge, würde er sich ausschließlich von rohem Fleisch und Knochen ernähren. Damit habe ich allerdings diverse Probleme…

Fleisch 

Er liebt Fleisch: Rind, Hühnchen, Lamm, Kaninchen, Wild – egal in welcher Form er es bekommt, es wird verschlungen. Einzige Ausnahme: Ich habe es mit Gemüse und Obst eingerieben oder gefüllt.

Eine geschmackliche Präferenz, die ich ihm durchaus gönnen würde, wäre da nicht die mangelnde Abdeckung mit Nährstoffen und Vitaminen. Also „betrüge“ ich ihn mit industriell gefertigten Futterflocken dazu. Die müssen aber gut eingeweicht und untergemischt sein, sonst nimmt er sie auch nicht. 

Das ist also mein erstes Problem: Ich kann ihn nur schwierig ausgewogen ernähren. 

Das zweite Problem: Barf ist einfach umständlich, wenn man viel unterwegs ist. Finde ich zumindest. Urlaub, Geschäftsreisen, einen Partner in einer anderen Stadt – gerade im Sommer ist der sichere Transport von Barf nicht unbedingt einfach. 

Ich habe diverse Futter ausprobiert, die ich in solchen Situationen nutzen kann, aber auch hier besteht das leidige Thema, dass der Herr nicht alles frisst, vieles nach dem ersten Mal verschmäht und total mäkelig ist. 

Das dritte Problem: Die Herkunft des Fleischs. Ich kaufe das Fleisch für Charlie auf dem Schlachthof. Wohl wissend, dass es keine artgerecht gehaltenen Tiere sind, das Fleisch lange Transport-Wege hinter sich hat und evtl. sogar im Ausland geschlachtet wurde. Das ist nicht gut für mein Gewissen. Doch es ist halt in der Großstadt auch nicht einfach, „besseres“ Fleisch für die Fütterung zu bekommen. Klar kann ich ein Rinderfilet im Biomarkt kaufen, aber Knochen und Innereien bekomme ich dort auch nicht. Ein leidiges Thema. Kauf von Frostfutter mit Versand kommt auch nicht in Frage, ich bin berufstätig. Und mir das Futter ins Büro senden zu lassen und bis abends irgendwie auf Temperatur zu halten, stresst mich. Ehrlich. Ich bin schon von Zuhause wieder ins Büro gefahren, weil ich das Frostfutter vergessen habe! 

Guter Rat ist teuer

So barfte ich mich durch die Jahre, suchte für den Urlaub Alternativen und improvisierte immer häufiger. Gerade vor ein paar Wochen waren wir noch unterwegs und ich hatte zwei verschiedene Futtersorten dabei, damit Charlie auch definitiv genug frisst während dieser Woche. 

Beim Mann gibt es wechselweise Barf, Junk-Food (ungesundes TroFu) und Reste des Tages. Das macht es recht schwer, die Energie- und Nährstoffzufuhr zu kontrollieren. 

Eine Mail brachte eine neue Perspektive

Kurz nach dem Urlaub erhielt ich dann eine Mail. Die eine Perspektive eröffnete: Sabrina von TENETRIO schrieb mich an, ob ich Interesse an einer Kooperation hätte. 

Eine Futter-Kooperation. 

Der erste Impuls war: Nein! 

Der zweite Impuls war: TENETRIO, was ist das denn überhaupt? 

Also fragte ich eine Suchmaschine. Und staunte nicht schlecht: Nachhaltiges Futter aus Insektenprotein. 

Ich strahlte bei Nachhaltig, bei Insekten juckte es mich kurz überall. Aber meine Neugierde war geweckt. 

Ich las mich durch die Homepage, las diverse unabhängige Berichte und auch ein Interview in einer Gründerzeitschrift. Dieses Interview las ich sogar zweimal. Die Redakteurin hat nämlich definitiv nichts mit Hunden oder Haustieren zu tun und findet es erwähnenswert, dass man auf diesem Markt Geld verdienen kann. Jeder Hundehalter weiß, wie teuer Produkte für den geliebten Vierbeiner sein können. Sowohl medizinische Produkte als auch Nahrungsergänzung haben einfach ihren Preis. Von Spezialfutter will ich an dieser Stelle gar nicht reden. 

Ich war jedenfalls nun endgültig gesprächsbereit, denn ich wollte unbedingt diese Frage stellen: Ist das Zitat wirklich zutreffend? 

Folglich bat ich Sabrina um ein Gespräch. 

Ich bin ehrlich: Zwischen uns bestand schon nach der Begrüßung eine starke Sympathie. Sabrina ist eine Person, die sehr offen und frei spricht, Kritik nicht übel nimmt und sehr sachlich argumentiert. Das hat mir imponiert. 

Ich erzählte bereitwillig, wie schlecht Charlie Fertigfutter annimmt und dass ich noch nicht mal wüsste, ob er ein Futter aus Insekten überhaupt probieren würde. Immerhin muss er alles mit der Nase entscheiden und in meiner Vorstellung riechen Mehlwürmer einfach nicht appetitlich. 

Und dann hinterfragte ich das angesprochene Interview kritisch. Zu meiner Freude war Sabrina zwar kurz überrascht, aber sehr entspannt damit. Und meine Vermutung wurde bestätigt: Nicht alle wiedergegebenen Informationen stimmen und das Interview wurde ohne Freigabe oder Rücksprache veröffentlicht. Es enthält sachliche Fehler, so fiel zum Beispiel die Entscheidung, auf dem Heimtiermarkt zu starten im ersten Schritt, da ein Tiermediziner zum Gründerteam gehört. Außerdem wurden Zitate wohl verfremdet und aus dem Zusammenhang gerissen. Wer schonmal ein Interview geben musste, hat vielleicht eine Vorstellung von der „schriftstellerischen Freiheit“ mancher Redakteure. 

Mehlwürmer also – oder doch nicht? 

Insekten sind überhaupt nicht mein Ding, da bin ich ehrlich. Auf meinen Reisen nach Asien habe ich zwar tapfer alles probiert, aber mich davon zu ernähren finde ich nicht denkbar. Dann lieber vegetarisch. Für mich tragbar, für Charlie wohl nicht. Ich gehöre zu den Hundehaltern, die ihren Hund niemals vegetarisch ernähren würden. 

Ich recherchierte, las mich ein. Und entwickelte eine befremdliche Begeisterung für dieses Futter.  Protein, Fettsäuren, Mikronährstoffe – auch wenn ich von diesen Themen nur die Hälfte verstehe, was ich verstand klingt gut in meinen Ohren. 

Viel spannender finde ich jedoch die Tatsache, dass TENETRIO eine eigene Insektenfarm in Brandenburg betreibt. Und dass es keine Mehlwürmer sind, sondern Larven des Mehlkäfers. Mehlwürmer ist nur die umgangssprachliche Bezeichnung. 

Nachhaltig? 

Ein nachhaltiges Futter, welche schöne Vorstellung! 

Und TENETRIO hat ein Konzept für alle 3 Säulen der Nachhaltigkeit, welches mir sogar einleuchtend erscheint. 

Im Rahmen der ökologischen Säule legt TENETRIO Wert auf Tier- und Umweltschutz und so makaber es klingt, die Insekten werden schonender getötet, als in anderen Produktionen. Klar ist es schwer, bei so einem Vorgang an Tierschutz zu denken, aber ein schmerzverringerter Tod erscheint mir erstrebenswerter als eine Verarbeitung bei lebendigem Leib. 

Im Rahmen der ökonomischen Säule der Nachhaltigkeit strebt TENETRIO eine entsprechende Unternehmensführung an. Langfristiges Wachstum, feste Mitarbeiter und eine entsprechende Unternehmensphilosophie. 

Die Kooperation mit Behindertenwerkstätten, Bildungsprojekten und Tierheimen erfüllt die soziale Säule und gefällt mir besonders gut. 

Und für mich persönlich fällt unter die Nachhaltigkeit auch der Umweltschutz. Und diesen praktiziert man am einfachsten, wenn man vorhandene Ressourcen nicht verschwendet. Möglichst wenig Einsatz von Wasser, wenig Verpackung, optimale Nutzung der vorhandenen Mittel, diese Schlagworte fallen mir spontan ein. 

So sind die Insekten zu 100% für das Futter verwendbar und außerdem in der Aufzucht auch in Platzbedarf, Wasserbedarf und CO²-Emission deutlich „anspruchsloser“ als zum Beispiel ein Rind.  

TENETRIO hat dazu folgenden anschauliche Übersicht veröffentlicht: 

Nachhaltigkeitstabelle


Schmeckt das? 

Im Telefonat mit Sabrina war schnell klar: Charlie entscheidet. 

So schickte Sabrina uns diverse Proben von Futter und Leckerchen, die Charlie probieren durfte.

Das Futter „Gemüsegarten“ fand er spontan super, ebenso die Sticks „Erdbeere-Minze“. Mein kleiner Kostverächter fand es super! Kurz geschnuppert, direkt gekaut. 

„Gemüsegarten“ besteht aus nur 8 Zutaten und ist frei von Zucker, Gluten oder chemischen Zusätzen. Es sieht aus wie ein übliches Trockenfutter, die Brocken sind nicht zu groß und nicht zu klein, es riecht leicht nussig. Nicht – wie ich bei Insekten irgendwie erwartet hatte – muffig. 

Auch die Sticks enthalten eine begrenzte Anzahl natürlicher Zutaten und sind zudem getreidefrei. Das ist für Charlie nicht so relevant, er hat keine Unverträglichkeiten. 

Abgelehnt hingegen hat Charlie sämtliche Pops aus dem Sortiment. Ob es daran liegt, dass diese „figurschonend“ und kalorienarm sind, kann ich nicht sagen. Er roch dran und verlor schnell das Interesse. Ganz anders unser zweiter Bürohund, der drängelte sich gleich nach vorne und freut sich bis heute darüber, dass die Testration an ihn verfüttert wird. Der Versuch mit zwei Hunden hat bei mir gezeigt: Futter und Leckerchen sind eindeutig Geschmackssache. 

Diese Erkenntnis teilte ich Sabrina mit und wir beschlossen, dass Charlie für einige Wochen das Futter testen darf. Ich möchte dabei schauen, welche Auswirkungen das Futter auf sein Gewicht, das Fell und die gesamte Konstitution hat. Und auch, ob Charlie es langfristig futtert. Denn tut er das nicht, ist das Futter einfach nicht für uns geeignet. 

Und nun? 

Eine endgültige Aussage möchte ich noch nicht treffen, nur so viel vorab: Charlie futtert „Gemüsegarten“ seit zwei Wochen und freut sich immer noch zweimal täglich über den gefüllten Napf. 

Alle weiteren Auswirkungen werde ich weiter beobachten und hier in einem weiteren Beitrag teilen. 

Ich danke an dieser Stelle Sabrina von TENETRIO für die tollen Gespräche, den intensiven und offenen Austausch und die Möglichkeit, mit Charlie dieses Futter ganz ohne Druck und Verpflichtungen zu testen. So macht eine Zusammenarbeit wirklich Spaß!

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Wir freuen uns über sicheres Teilen mit shariff:

 

Eine Antwort

  1. […] mit TENETRIO und die Hintergründe des Tests habe ich vor sechs Wochen in einem ausführlichen Beitrag berichtet. Nun liegen acht Wochen mit dem „Gemüsegarten“ Trockenfutter hinter uns und ich habe […]

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