Vorsorge in der Tieraugenpraxis (Werbung)

Vorsorge in der Tieraugenpraxis (Werbung)

Vorsorgeuntersuchungen der Augen bei einem bereits blinden Hund? Klingt anfangs komisch, ist aber so: PRA im Endstadium bedeutet neben der totalen Erblindung auch, dass regelmäßig geprüft werden muss, ob eine Erkrankung am Star vorliegt.
Besonders Hunde, die eine PRA (Progressive Retinaatrophie) und zudem einen grauen Star aufweisen, müssen regelmäßig auf Grünen Star und erhöhten Augendruck untersucht werden.

Was ist eine PRA?

Die Progressive Retinaatrophie ist eine unheilbare fortschreitende Sehverschlechterung, die genetisch bedingt ist. Im Endstadium führt sie immer zur Erblindung.
Die kann weder vorbeugend behandelt werden, noch aufgehalten oder geheilt werden.
Charlie erhielt die Diagnose am 29.12.2015 und von da an veränderte sich alles für uns.

Man unterscheidet bei der PRA in drei Formen:
Frühe PRA: Erblindung im Alter von ein bis zwei Jahren.
Mittlere: Erblindung mit drei bis fünf Jahren.
Späte: Erblindung mit fünf bis neun Jahren.

Border Collies und deren Mischlinge – Charlie ist so einer – sind häufig davon betroffen und bei ihnen tritt die frühe Variante auf. So auch bei Charlie.
Völlig erblindet ist er mittels einer bildgebenden Untersuchung nachgewiesen seit 2018, wahrscheinlich aber schon deutlich früher.

Charlies getrübtes Auge

 

Was ist Grauer oder Grüner Star?

Der Graue Star (Katarakt) ist eine Eintrübung der Linse, die auch zu Seheinschränkungen oder zur Erblindung führen kann. Bei einem bereits an PRA erkrankten Hund ist der Graue Star somit in der Behandlung zu vernachlässigen, da der Hund sowieso erblindet.

Auf Grünen Star hingegen sollte regelmäßig untersucht werden, dieser führt zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes verbunden mit starker Schmerzhaftigkeit und weiteren Folgeschäden für das Auge.
Der Grüne Star kann zu einem Verlust des Augapfels führen und ist meistens sehr schmerzhaft für den Hund.

 

Wie gehe ich damit um?

Charlie ist bereits blind. Daran kann ich nichts ändern.
Aber ich kann ihm Schmerzen ersparen. Indem ich regelmäßig zur Vorsorge gehe.
Und dann auf eine eventuelle Diagnose reagieren kann.

Welche Optionen gibt es überhaupt?
Der Grüne Star kann meist mit Augentropfen behandelt werden.
Sollte dies nicht der Fall sein oder für Charlie das ständige Eintropfen von Medikamenten unangenehm oder schmerzhaft sein, ist eine Entfernung der Augen für uns eine Option. Charlie benötigt seine Augen nicht, er ist bereits blind.

Und ich habe einfach folgende Grundannahme: Noch ist Charlie fit und würde eine solche OP wahrscheinlich gut verkraften. Es wäre nicht leicht, aber eine realistische Option.
Wie sähe das in ein paar Jahren aus? Vielleicht würde er eine OP nicht mehr so gut wegstecken, vielleicht wäre sie für ihn sogar lebensbedrohlich, je nachdem, wie sich sein Gesamtzustand im Alter verändert.
Fragen, die ich heute nicht beantworten kann.

Was ich aber beantworten kann: Derzeit ist er fit. Und ich will ihm niemals ein Leben mit Schmerzen zumuten.

Seine Augen sind für ihn nicht brauchbar und sogar anfälliger für Verletzungen, weil er nichts sieht. Das ist uns erst im vergangenen Jahr passiert.
Seine Augen sind für mich wichtig, zumindest im ersten Moment. Weil ich mir einbilde, er würde mich „anschauen“, wenn er den Kopf zu mir dreht. Weil die Augen eine Normalität suggerieren, die es für uns nicht gibt. Weil sie den meisten Menschen verbergen, dass er blind ist.
Würde ich ihn auch ohne Augen lieben? Ja!
Wäre er auch ohne Augen der niedlichste Hund der Welt für mich? Ja!

Egal was kommt, Charlies Wohlergehen steht an erster Stelle und ich werde jede Entscheidung in seinem Sinne treffen.
Schmerzen minimieren, Lebensfreude maximieren.

im Wartezimmer

 

Die aktuelle Untersuchung

In 2018 sind wir zum ersten Mal Richtung Frankfurt zu Dr. Lohmann in die Tieraugenpraxis gefahren.
Dort fühlen wir uns wohl und der Umgang mit Charlie und mir war einfach toll.

Zu diesem Zeitpunkt war eine Erkrankung am Grauen Star bereits vorhanden und lag bei ca. 1%.
Es soll nun ein Fortschreiten überprüft werden und vor Allem ein Status zum Grünen Star festgestellt werden.

Bei Charlie wurden durchgeführt: eine Tonometrie (Druckmessung), eine Ophthalmoskopie, das ist eine Spiegelung, um den Augenhintergrund zu untersuchen und eine Spaltlampenmikroskopie. Die Spaltlampenmikroskopie dient zur Untersuchung der Lider, Bindehaut, Hornhaut, vorderen Augenkammer, Iris und Linse. 

Augendruck

Die Tierärztin entschied sich, die Messung des Augendrucks gleich zu Anfang vorzunehmen. Durch Stress kann dieser nämlich steigen und wir wollten ein aussagekräftiges Ergebnis. Dabei muss der Hund den Kopf ruhig und die Augen offen halten und mittels eines speziellen Geräts wird der Druck im Auge gemessen. Keine schmerzhafte Untersuchung, aber für Charlie war es trotzdem unangenehm. Er mag es nicht, wenn er (leicht) fixiert wird und weitere Hände sein Auge offen halten. Trotz leichtem Protest war er aber kooperativ und der Druck konnte gemessen werden: auf dem einen Auge 8 mmHg und 10 mmHg auf dem anderen! 

Das Auge vieler Tierarten und des Menschen hat einen normalen Augendruck zwischen 10 und 20 mmHg, so auch das des Hundes. 

Charlies Augendruck ist also im Normalbereich. Kein Anlass zur Sorge! 

Und “Klonk” fiel mir ein Stein vom Herzen! Wir müssen zwar aufgrund der Erkrankung an PRA und Grauem Star nun wirklich regelmäßig den Druck prüfen lassen, aber derzeit ist er – was dieses Thema angeht – schmerzfrei und nicht beeinträchtigt! 

 

weitere Diagnose

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Charlies Linsen sind sehr getrübt und weisen eine Neigung zu Entzündung auf. Auch eine klassische Folgeerscheinung der PRA, die chronische Augenentzüngung. Um dieser entgegen zu wirken und das Auge auch feucht zu halten, bekommt Charlie ab sofort 2 x täglich antibiotische Augentropfen.

Ich bin gespannt, wie wir hier ein Ritual entwickeln können, das für Charlie angenehm ist. Er mag es nämlich nicht sonderlich, Tropfen ins Auge zu bekommen. Aber wir haben ja nun viel Zeit zum Üben. 

Unterm Strich ein viel besseres Ergebnis, als ich zu hoffen gewagt habe und ich fühle mich, als wäre uns weitere unbeschwerte Zeit geschenkt worden! 

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der AGILA Blogparade „Tierisch gesund – Heute für morgen: Vorsorgen mit AGILA“, die zeitlich einfach perfekt zu unserem geplanten Termin in der Tieraugenpraxis passt.
Im Rahmen dieser Blogparade verlosen wir übrigens eine tolle AGILA Vorsorge-Box bei Instagram, schaut doch mal dort vorbei. (Ende der Verlosung ist der 30.09.2020)
Hier findet Ihr die Teilnahmebedingungen des Gewinnspiels.

 

Wir freuen uns über sicheres Teilen mit shariff:

 

3 Antworten

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